Innovative Idee oder überflüssig?
"Bücher drucken in der Buchhandlung: Die Espresso Book Machine soll's möglich machen. Die Libri-Tochter Books on Deman (BoD) und das US-Unternehmen On Demand Books wollen die Maschinen, die ein Buch in Minutenschnelle drucken und binden, nun in Deutschland einführen. BoD-Geschäftsführer Moritz Hagenmüller gibt Auskunft über die Pläne." weiter lesen auf http://www.boersenblatt.net/220248/
(sh)
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Sensual Ladies - Fr, 18. Jul, 16:21
hilke (anonym) - Fr, 18. Jul, 19:25
Erotikbücher ziehen
Das könnte vielleicht gerade für erotische Romane kleiner Verlage ein Riesenvorteil sein. Keine "peinliche Bücherecke" im Laden, keine Bücher, die der Laden im Kommission nehmen und bei Nichtverkauf wieder zurückschicken muss (kostet alles Zeit und Geld) - der Kunde schaut sich die "Coverbildchen" auf der Maschine an, steckt sein Geld rein, drückt auf das, was ihm gefällt und der Roman purzelt aus dem Gerät. So wie wenn man sich einen Kaffee zieht.
Nun ja - obs genau so wird, steht in den Sternen. Wäre aber lustig.
Nun ja - obs genau so wird, steht in den Sternen. Wäre aber lustig.
Suri Lakshmanan (anonym) - So, 20. Jul, 18:56
So lange die Maschine die Bücher nicht selbst schreibt ...
Als ich zum ersten Mal davon las, war ich nicht entzückt. Aber dann las ich Hilkes Kommentar und dachte: Warum nicht?
Wenn ich ein Buch in der Internetbuchhandlung bestelle, kann ich es auch nicht vorher anfassen. Es müsste halt gut gemacht werden: Ansprechende digitale Präsentation der Titel, einfache Bedienung und eine exzellente Druckqualität.
Aber andererseits spricht auch einiges dagegen. Da wäre die Technik: Schließen wir nicht (wie schon mit dem Internet) viele Menschen aus und halten sie womöglich vom Lesen fern? In einem Laden etwas kaufen, das kann jeder. Aber gerade ältere Menschen kommen mit der sich rasant entwickelnden Technik häufig nicht mehr mit. Ich kenne einige, die trauen sich in keinen Copy-Shop aus Furcht, sich zu blamieren.
Dann ist so eine Buchdruckmaschine teuer (schließlich geht es auch darum, Autorenrechte, das Copyright zu kontrollieren). Bis die kleinen Buchhändlich sich die leisten können, sind sie längst pleite. Zudem ist das Gerät auch mechanisch und dadurch anfälliger als ein Kassensystem. Bis der Techniker kommt, kann niemand mehr ein Buch kaufen?
Und zuletzt: die Druckmethode. Laser? Das ist ziemlich gesundheitsschädlich, andere Methoden sind technisch aufwendig oder – was mich heute schon bei billigen Produktionen (Zeitung, manchen Bücher aus den USA u. v. m.) stört – sie lösen bei immer mehr Menschen Allergien aus.
Neben der Technik spielen auch psychologischen Dinge eine Rolle. BtG (Books to Go – hey, darauf sollte ich schnell einen Markenschutz anmelden) haben nichts mehr mit den Büchern gemein, die ich stolz nach Hause trage, deren Seiten unter meiner Hand verheißungsvoll knistern, das sich anfangs geen seinen ersten Besitzer wehrt und sich dann doch sanft öffnen lässt, bis es Seite für Seite geschmeidiger wird und schließlich seine Geschichte preisgibt. Autormatenbücher haben in den Augen der Käufer möglicherweise einen noch geringeren Wert, als die Paperbacks sowieso schon haben. Eine Entwicklung, die Schriftsteller bestimmt nicht gerne sehen.
Ein letzter Aspekt noch: Sehr wahrscheinlich wären diese Maschinen das Ende der Hardcover-Ausgaben, die nämlich müssten auf konventionelle Weise hergestellt werden und würden unerschwinglich. Da könnte man sich vermutlich sein BtG besser von Hand binden lassen.
Aber es wird bestimmt einen alterten Jungmanager geben, der diese Geschäftsidee für die beste seit Erfindung des Rads hält und ich bin einfach nur alt und – konservativ.
Als ich zum ersten Mal davon las, war ich nicht entzückt. Aber dann las ich Hilkes Kommentar und dachte: Warum nicht?
Wenn ich ein Buch in der Internetbuchhandlung bestelle, kann ich es auch nicht vorher anfassen. Es müsste halt gut gemacht werden: Ansprechende digitale Präsentation der Titel, einfache Bedienung und eine exzellente Druckqualität.
Aber andererseits spricht auch einiges dagegen. Da wäre die Technik: Schließen wir nicht (wie schon mit dem Internet) viele Menschen aus und halten sie womöglich vom Lesen fern? In einem Laden etwas kaufen, das kann jeder. Aber gerade ältere Menschen kommen mit der sich rasant entwickelnden Technik häufig nicht mehr mit. Ich kenne einige, die trauen sich in keinen Copy-Shop aus Furcht, sich zu blamieren.
Dann ist so eine Buchdruckmaschine teuer (schließlich geht es auch darum, Autorenrechte, das Copyright zu kontrollieren). Bis die kleinen Buchhändlich sich die leisten können, sind sie längst pleite. Zudem ist das Gerät auch mechanisch und dadurch anfälliger als ein Kassensystem. Bis der Techniker kommt, kann niemand mehr ein Buch kaufen?
Und zuletzt: die Druckmethode. Laser? Das ist ziemlich gesundheitsschädlich, andere Methoden sind technisch aufwendig oder – was mich heute schon bei billigen Produktionen (Zeitung, manchen Bücher aus den USA u. v. m.) stört – sie lösen bei immer mehr Menschen Allergien aus.
Neben der Technik spielen auch psychologischen Dinge eine Rolle. BtG (Books to Go – hey, darauf sollte ich schnell einen Markenschutz anmelden) haben nichts mehr mit den Büchern gemein, die ich stolz nach Hause trage, deren Seiten unter meiner Hand verheißungsvoll knistern, das sich anfangs geen seinen ersten Besitzer wehrt und sich dann doch sanft öffnen lässt, bis es Seite für Seite geschmeidiger wird und schließlich seine Geschichte preisgibt. Autormatenbücher haben in den Augen der Käufer möglicherweise einen noch geringeren Wert, als die Paperbacks sowieso schon haben. Eine Entwicklung, die Schriftsteller bestimmt nicht gerne sehen.
Ein letzter Aspekt noch: Sehr wahrscheinlich wären diese Maschinen das Ende der Hardcover-Ausgaben, die nämlich müssten auf konventionelle Weise hergestellt werden und würden unerschwinglich. Da könnte man sich vermutlich sein BtG besser von Hand binden lassen.
Aber es wird bestimmt einen alterten Jungmanager geben, der diese Geschäftsidee für die beste seit Erfindung des Rads hält und ich bin einfach nur alt und – konservativ.













Na Klasse
LG Darklady